Rema: Afrikas grösstes Solardorf

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Angefangen hat alles mit einer Verweigerung:
Die Bewohner von Rema lehnten das Angebot für einen Dieselgenerator ab. NEIN haben sie gesagt zu einer Technik, die teuer ist und nur unzuverlässig mit Strom versorgt. "Wir wollen Solarlicht" war die klare Aussage der Dorfgemeinschaft. Rema wurde so Partnerdorf für die Stiftung Solarenergie und entwickelt sich seither zum solaren Erfahrungs- und Entwicklungszentrum in Äthiopien.

Die ersten 1.100 Solar-Home-Systeme wurden ab 2006 in Haushalten, Kirchen, der Gesundheitsstation, Schule und kommunalen Gebäuden installiert. In den nachfolgenden Jahren wurden die Installationen mehr und mehr ergänzt: Solare Wasserpumpe, solares Wasserdes-infektionssystem, solare Kühlschränke, Solarcomputer, Solarfernseher, solare Strassenlaternen. Inzwischen verfügen auch sämtliche Hütten im Nachbardorf Rema-Dire über Solarlicht.


Und heute:
2007 baute die Stiftung ihr internationales Ausbildungs-zentrum für Solartechniker in Rema (ISEI. International Solar Energy Institute). In Unterkünften und Schulungs-räumen können bis zu 30 Techniker gleichzeitig ausgebildet werden - nicht nur in der Theorie, sondern am Beispiel Remas auch in der praktischen Umsetzung. Insgesamt 65 Solartechniker wurden bis 2012 in Rema ausgebildet. Inzwischen besteht das Ausbilderteam ausschliesslich aus äthiopischen Trainern.

Rema bildet bis heute das Herz unserer Arbeit. All das wäre ohne die aktive Mitgestaltung der Bewohner von Rema nicht denkbar.

Und die Zukunft?
Der staatliche Energieversorger hat inzwischen Netzkabel nach Rema gelegt. 90% der Bevölkerung sprachen sich jedoch gegen eine netzgekoppelte Lösung und für ihre dezentralen Solar-Home-Systeme aus! Die Gründe sind dieselben wie 2005 bei der Ablehnung des Dieselgenerators: Die Alternative zur Solarenergie ist zu unzuverlässig und zu teuer.

Unser Projektpartner bis 2007: Stiftung Menschen für Menschen (Unterstützung Logistik).

Rema

Lage: ca. 240 km nördlich Addis Ababa

Einwohner (2006):
ca. 6.000

Wirtschaft: Vorwiegend Bauern (>90%), daneben Handwerk und Kleingewerbe

Einrichtungen: Primarschule, Gesund-
heitsstation, Polizei- und Verwaltungsgebäude, Kirchen und Moscheen

Buchtipp

Claudia Braden: Solar Energy and Rural Development. A field study conducted in Rema, Ethiopia

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Ashden Award

2009 erhielt die Stiftung Solarenergie den Ashden Award für ihre Arbeit in Rema.